Ryzan Halgor


gerecht » ehrlich « intelligent
verletzlich » kaum selbstbewusstsein « eitel


Name » Ryzan Halgor
Alter » 21 Jahre
Geburtsdatum » 24. September
Sternzeichen » Waage
Herkunft » Finnland
Wissenswertes » zeigt sich selten ohne geschminkte Augen
Augenfarbe » Dunkelblau
Haarfarbe » Rabenschwarz
Haarlänge » lang
Hautfarbe » blass
Größe » 176 Zentimeter
Gewicht » 67 Kilogramm
Statur » schlank, dezent trainiert
Mermale » gestylter Kinnbart
Piercings » Unterlippe
Tattoos » zwischen den Schulterblättern
Motiv » das Logo seiner Band
Schmuck » Dogtacs, Ringe, Armkettchen
Interessen » Musik, Fotografie
Passion » Romantik, Vanilleshakes, Salbeibonbons
Aversion » Leute die nicht wissen was sie wollen
Ängste » Spinnen
Beruf » Sänger
Band » Remorse
Haustier » schwarze Katze
Neigung » Homosexuell
Verhalten » Passiv
Stand » Single



» Das Goldkehlchen und der Käfig «

 

In der Schule war ich noch normal, ein schüchterner Junge mit Zahnspange und Brille. Ich hab mit Matchbox-Autos gespielt, hab den Puppen der Mädchen die Köpfe abgerissen um sie damit zu ärgern oder ihnen an den Haaren gezogen. Meine Familie war auch ziemlich normal, mein Vater war Investor einer großen Bank und meine Mutter eine erfolgreiche Maklerin in Helsinki. Meine Freunde waren Erik, Thoram und Jarik, wir haben eigentlich alles miteinander gemacht. Kleine Abenteuer, wie man das von Kinder so kennt. Klettern, Ball spielen, am späten Abend zusammen durch die Stadt rennen und sich toll fühlen, weil man ja so mutig war! Und im Musikunterricht in der Schule waren wir das Dreamteam des Jahrganges. Thoram und Jarik spielten beide Gitarre, der eine Bass, der andere E-gitarre. Und Erik war schon immer super am Schlagzeug gewesen, ich aber hatte mit einem Instrument so meine – wirklich riesigen – Probleme. Aber ich konnte Singen, ja das konnte ich! Schon meine Lehrerin nannte mich Goldkehlchen und auch meine Eltern haben das früh herausgefunden – insbesondere dann wenn ich alte Lieder mitsang oder meine Freunde mit ihren Instrumenten da waren. Wir hatten zuhause auch ein altes Schlagzeug stehen weil ich das mal lernen wollte, aber ich hatte es nie geschafft, ich war damals viel zu faul zum Lernen. War ich aber auch immer noch – außer wenn es um Texte ging. Songtexte oder andere Texte konnte ich nach wenigen Stunden in und auswendig, eine Gabe, die ich nutzen sollte – das sagte zumindest mein Vater immer. Und ich nutzte es! Meine Jungs und ich kamen von der Grundschule in die weiterführende, wir bauten uns eine kleine Band auf und nannten sie – schon in jungen Jahren irgendwo kreativ – Remorse. Wir bekamen im Schulgebäude einen eigenen Proberaum, ich veränderte mich ein wenig, ebenso Erik, Thoram und Jarik. Wir fingen an uns dunklere Klamotten anzuziehen, ließen uns alle die Haare wachsen und als uns endlich ein Bart wuchs rasierten wir uns nur selten das Gesicht, jeder versuchte dabei einen individuellen Bartstil zu finden. Und das fand auch jeder, nach gut 2 Jahren, wo wir endlich etwas männlicher wirkten, dunklere Stimmen bekamen. Und Zuhause ging dann langsam etwas bergab, mein Vater schlug meine Mutter, sie trennten sich, kamen wieder zusammen, trennten sich wieder und kamen wieder zusammen. Dieses hin und her machte ich gute 2 Jahre mit, dann hatte ich keine Lust mehr darauf und ging. Ich zog zu Thoram, wir entdeckten ein paar Dinge neu – so auch unsere Sexualität. Wir waren ein Jahr zusammen, dann kamen wir mit der Band groß raus! Zumindest in Finnland. Wir beide trennten uns, damit es in der Band keine Reibereien gab und es klappte – ganz wunderbar! Und meine Eltern trennten sich endlich! Ja, endlich! Ich war so
f
roh, das Verhältnis zwischen uns wurde immer besser, wir unternahmen zusammen etwas und meine Eltern verstanden sich so gut, dass sie sich nicht mehr anbrüllten, wenn sie sich sahen. Ich war froh damit, ich war glücklich… Und dann starb Jarik an einer Überdosis Heroin. Wir waren alle bestürzt, wir wussten nicht dass er Drogenabhängig war – er hatte es gut versteckt. Wir legten erst einmal die Band auf Eis, dennoch verarbeitete ich diese ganzen Schicksalsschläge in meinen Songs, schrieb ein ganzes, neues Album und versammelte am ersten Todestag von Jarik meine Jungs, um das Album zu seinen Ehren aufzunehmen. Mit unserem neuen Bassisten Thor. Ein richtig cooler Kerl – 3 Jahre älter als Thoram, Erik und ich und bekennend schwul. Wir unterhielten uns alle ganz oft und wir outeten uns dann bei einem großen Interview. Eine Band bestehend aus 2 Schwulen, einem Bisexuellen und einem Hetero. Nicht gerade das normalste, aber wir behielten viele unserer Fans und bekamen auch neue dazu! Wir schafften es nebenbei aber auch unsere Schule zu machen, unsere guten Abschlüsse! Und wir hatten – bis auf Thor, der Vollblutmusiker war - alle eine Ausbildung! Erik und Thoram waren beide Einzelhändler geworden und ich lernte den Beruf des Grafikdesigners. Ich entwarf auch das neue Logo meiner Band, alleine, die Jungs fanden es super geil… Und wir entschlossen uns, uns alle samt dieses Logo tätowieren zu lassen. Erik ließ es sich auf die Wade stechen, Thor unterhalb des rechten Hüftknochens und Thoram ob den rechten Oberarm. Und ich? Ich ließ es mir zwischen die Schulterblätter stechen. Und wir alle waren glücklich. Bis wir Tony kennen lernten, unseren Manager. Tony hielt uns alle an der kurzen Leine, verbot uns den innigen Umgang mit unseren Fans – den wir aber pflegten, wir wollten nicht so distanziert sein. Und er drängte uns immer mehr in die Einsamkeit, wir sahen unsere Familien kaum noch, unsere Freunde nur auf Aftershowpartys und ich? Als sein Goldkehlchen musste ich mich immer zurückhalten, ich sollte aufpassen mit wem ich redete, ich sollte aufpassen mit wem ich Blickkontakt hielt. Mittlerweile lässt er mich kaum noch alleine etwas machen. Und wir sind daher alle nach Sheratan gezogen – zwar mit Tony, aber der hatte hier seine komische Freundin, die er oft besuchte und was uns einen guten Freiraum verschaffen würde, das hoffen wir alle. Insbesondere ich, denn ich will mein eigenes Leben leben. Und nicht so, wie Tony das von mir verlangt.


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Goldkehlchen
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If I had to
I would put myself right beside you
So let me ask
Would you like that?
Would you like that?

And I don't mind
If you say this love is the last time
So now I'll ask
Do you like that?
Do you like that?

No!


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